Europa für Christus gewinnen!
Oder:
Das Fischgrätenprinzip um Segen wunderbar zu vermehren

"Wie soll das gehen?" Höre ich immer wieder Geschwister fragen,… "Wir erreichen ja nicht mal unseren Ort, im Gegenteil, wir verlieren unsere Jugend an die Welt!" Wenn wir von Erweckung sprechen, oder der geistlichen Erneuerung eines Ortes, dann haben wir ein sehr interessantes biblisches Prinzip dafür, wie das gehen kann. Als Jesus mit 5000 hungrigen Menschen konfrontiert war wusste er bereits, was er tun wollte (Joh 6, 6). Aber um herauszufinden, ob auch Philippus das weiß, stellte er ihn auf die Probe und fragte ihn, wie sie vorgehen sollen. Philippus handelte leider so, wie auch wir meistens handeln, wenn wir die Not der Welt erkennen. Er sah zuerst auf das Geld, auf die menschlichen Möglichkeiten, und die reichen nie! Aber Gott sei Dank, weiß Jesus bereits, was er tun will, auch in deiner Situation. Er nahm die 5 Brote und 2 Fische und dankte Gott dafür. Ich tue mal so, als ob Petrus solch ein religiöser Schwärmer gewesen sei, wie es heute sehr viele gibt. Petrus stupste den Johannes an und sagte: "Jetzt pass mal auf! Jesus sah gerade zum Himmel auf, sicher werden gleich eine Bäckerei und ein Pottwal vom Himmel kommen um die 5000 zu sättigen!" Aber nichts der Gleichen geschah! Stattdessen teilte Jesus Brot und Fisch in kleine Stückchen und teilte sie den Jüngern aus, damit diese sie an die hungrigen Mäuler weiter geben. Jetzt kommt die erste zentral wichtige Frage:

Kannst du in einem Stückchen Brot & Fisch das Potential für ein Wunder entdecken?

Oder gehörst du zu den modernen Religiösen, die auf "Bäckereierweckungen" vom Himmel warten? Das echte Wunder geschah fast unsichtbar, nahezu unspektakulär, nur langsam aber sicher wurde einer nach dem anderen satt, aber sie wurden sicher satt! Das Wunder geschah beim Weitergeben! Was wäre passiert, wenn die Jünger zuerst selber gegessen hätten? "Was soll ich mit der kleinen Portion? Ich habe ja selber Hunger wie blöd und jetzt soll ich diese Krümel und Fischgräten weitergeben? Das reicht ja nicht mal für mich!"

Hier kommt ein wichtiges Prinzip:

"Wenn du etwas von Gott empfängst, dann reicht es nie für dich allein,
aber es reicht für Tausende - und für dich!"

Geht dir ein Licht auf wie es funktioniert? So handelte Gott schon an unserem Glaubensvater Abraham: "Ich will dich segnen und in dir sollen gesegnet sein alle Völker…" (1Mose 12, 1ff). Gott segnet uns, damit wir andere segnen können. Segen soll weitergegeben werden! Du sollst kein geistlicher Staudamm sein! Aber unser Unglaube und unsere Selbstsucht machen geistliche Staudämme aus uns, obwohl Ströme des lebendigen Wassers aus uns fließen sollten! Wie sieht es mit dir aus? Hast du einen Trost von Gott bekommen? Dann gebe ihn doch weiter! Hast du ein kleines Erlebnis mit Gott gemacht, dann teile es doch mit anderen! Hat dir Gott Mut gemacht, dann gib den Mut weiter! Denke nicht klein von dem was Gott dir gegeben hat! Lass dich nicht vom Teufel belügen, dass dein Zeugnis nicht der Rede wert ist! Das Brotstückchen war auch klein aber es steckte ein gewaltiges Potential darin! Entdecke doch dieses Wunderpotential in dem was Gott dir gegeben hat. Wenn du es nicht weitergibst, wenn du es nur für dich behältst um deinen geistlichen Hunger zu stillen, dann wird es nicht einmal für dich reichen! Ich habe so viele Christen kennen gelernt, die geistlich am verhungern sind, und sie verhungern nicht deshalb, weil Gott schlecht ist und ihnen nicht gibt, sondern weil sie es selbstsüchtig nur für sich behalten! Wenn dir Gott etwas gibt, dann gib es weiter! Dann vermehrt es sich! Das Wunderbare geschieht! Gottes Reich wird gebaut! Was haben die Jünger erlebt? Am Schluss waren 12 Körbe voll übrig! Für jeden Jünger mehr als genug! Das darfst auch du erleben! Du wirst die Fülle haben, wenn du das von Gott Erhaltene weiter gibst! Wenn ich z.B. eine Spende von 100€ erhalte, ist das ein Segen für mich? Die meisten würden mit "JA" antworten, aber das ist nicht richtig! Ein Segen ist es für den Geber, denn Geben ist seliger denn nehmen. Jesus sagte, dass wir 100 Fach zurückerhalten werden, wenn wir geben. Ich frage dich, glaubst du das? Glaubst du das wirklich? Geben ist kein Opfer! Wäre es ein Opfer, wenn wir unser Geld bei einer Bank anlegen würden, die es uns 100 Fach zurückgibt? Nein, es wäre das beste Geschäft für uns und kein Opfer! Wenn ich 100€ Spende bekomme, dann ist das noch kein Segen für mich, die Frage ist, was ich mit dem Geld mache!!! Wenn ich es z.B. versaufen gehen würde, dann würde es mir zum Fluch werden! Bekommen ist noch kein Segen, sondern, die Frage ist, was ich damit mache! Paulus hatte das kapiert. Er ließ sich in seiner Not mit dem Bewusstsein trösten um anderen nachher ein Trost zu sein (1Kor 1). Hast du diese Einstellung? Kommst du an den Thron Gottes und bittest immer nur für dich, oder erkennst du, dass tausend andere in der gleichen Not stecken wie du! Bitte doch für sie, und Gott wird dir geben - wahrscheinlich eine Kleinigkeit! Aber nun kann das Wunder beginnen und seinen Lauf nehmen! Langsam aber sicher! Im Geringen treu sein, ist die Devise, dann wird Gott uns über Großes setzen.