
Das Evangelium in Kurzfassung
6 Wovon wir aber reden, das ist dennoch Weisheit bei den Vollkommenen; nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Herrscher dieser Welt, die vergehen. 7 Sondern wir reden von der Weisheit Gottes, die im Geheimnis verborgen ist, die Gott vorherbestimmt hat vor aller Zeit zu unserer Herrlichkeit, 8 die keiner von den Herrschern dieser Welt erkannt hat; denn wenn sie die erkannt hätten, so hätten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt. 9 Sondern es ist gekommen, wie geschrieben steht (Jesaja 64,3): Was kein Auge gesehen hat und kein Ohr gehört hat und in keines Menschen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die ihn lieben.
1 Korinter 2,6-9
Die Verwirklichung von V. 9 wird allgemein als zukünftig gesehen. Paulus aber denkt an das Evangelium von A - Z, so wie es heute erfahrbar ist.
Der Mensch ist Sünder
Im Menschen steckt ein ungeahntes Sündenpotenzial: "Zehn Konkurrenz-Lkw angezündet" Ein 31jähriger Transportunternehmer aus Raubling bei Rosenheim hat 10 Lkw eines Konkurrenten in Flammen aufgehen lassen. Der Schaden: rund 2 Millionen Mark. (Stuttgarter Zeitung, 16.01.1993)
Die Bibel behauptet, dass der Mensch Sünder ist und darum Sünde tut.
Dadurch steht er aber unter dem Zorn Gottes: Römer 6,23 Denn der Sünde Sold ist der Tod; die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserm Herrn.
Christus der Stellvertreter
Christus ist meinen Tod gestorben. Amir Ssimchon, 24 Jahre, aus Bath Yam südlich von Tel Aviv, wurde am 15. Juli 2003 nachts von einem Palästinenser in Jaffa ermordet, als er mit seiner Braut auf einer Bank saß. Der Mörder stieß Amir von hinten einen Dolch in den Rücken und wollte auch auf die Braut einstechen. Amir umarmte sie und bekam die weiteren gezielten Dolchstöße ab, woran er starb. Sie aber blieb unverletzt. (Evangelium-Mission 187/2003)
Die Grundlage des Christseins ist Vergebung. Karl Memminger, ein Psychiater, hat einmal gesagt, wenn er seine Patienten überzeugen könnte, dass ihre Sünden vergeben sind, könnten drei Viertel von ihnen am nächsten Tag nach Hause gehen.
Paulus drückt sich so aus: Epheser 1,7 In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Sünden, nach dem Reichtum seiner Gnade
Ein lebenslanger Prozess
Das Evangelium bietet uns Verwandlung an. Nachfolge Jesu bedeutet Heiligung. Bei einer Parade scheuchte das Pferd Napoleons. Ein einfacher Soldat rettete den General vor dem Sturz. Napoleon bedankte sich: "Merci, Kapitän!" Worauf der Soldat nicht mehr an seinen verlassenen Platz zurückkehrte, sondern sich zu den Offizieren stellte. Durch das Wort des Kaisers war er Kapitän geworden - und er war es tatsächlich. Natürlich mußte er eine neue Uniform haben und Offiziersmanieren lernen, aber er war bereits Offizier!
Herrliche Aussichten
Über das Ende unseres Lebens hinaus gibt es Hoffnung auf die Ewigkeit in der Gegenwart Gottes. Der Garant dafür ist Jesus Christus.
Otto Funke, ein evangelischer Pfarrer, berichtet von einer netten Begegnung mit einem Schuljungen auf der Landstraße von Bremen nach Horn. Der Kleine mußte nachsitzen, hatte auch Prügel bekommen und nun schlenderte er nach Hause, zu seiner Tante. Funke fragte nach seinen Eltern. Die wären in Konstantinopel, da hätte sein Vater ein Geschäft. Die Eltern hätten ihn als kleines Kind nach Deutschland gebracht; hier sollte er in die Schule gehen. Später, so nach sieben Jahren, würden sie ihn zu sich holen. Er freue sich schon darauf, seine Eltern zu sehen, seine Geschwister, die er gar nicht kenne. Neulich, sagte er, hätte ihm seine Mutter geschrieben, dass er mit einem großen Dampfer ankäme, die Eltern würden mit weißen Tüchern winken und sie würden sich umarmen und stark freuen. Dort wäre es so schön, wie im Paradies. Der Junge schwärmte richtig über seine Begegnung mit seinen Eltern, vor allem, weil er dann im Geschäft seines Vaters arbeiten könne und immer bei ihnen bliebe. "Siehst du, darauf freue ich mich so sehr und denke immer daran, wenn ich ochsen muss, und morgens, wenn ich aufstehe, und auch wenn ich Hiebe kriege, und dann werde ich immer wieder froh." (Otto Funcke, Kutsche, Bahn und Schusters Rappen, Brunnen 1999)
Dieses Evangelium mit seinen einmaligen Verheißungen gilt auch für dich. Du darfst heute ja dazu sagen.
Adolf Novak