"Vollmacht hast du, wenn Gottes Geist dich voll macht!"
Das Geheimis von Elias Vollmacht

Viele leben in dem Irrtum, dass es sich bei der Fülle des Geistes um eine Gefühlsberauschung handelt. Veranstaltungen zielen genau dahin ab, Menschen mit psychologischen Tricks zu "emotionalisieren". Im Gefühlsrausch der eingespielten Klänge und sanften Worte wähnt man sich schon im Himmel. Aber wo ist am Tag drauf die Kraft für ein heiliges Leben? Man ist aus allen himmlischen Gefühlswolken zurück in seinen Teufelskreis gefallen. Wo ist die Fülle des Geistes, wenn die Gefühle weg sind oder man sich in bestimmten Umständen sogar schlecht fühlt? Solch eine Fülle ist nicht alltagstauglich und ich zweifle, ob es überhaupt etwas mit der Geistesfülle zu tun hat, die Gott verheißt.

Echte Geistesfülle hat ihren Ursprung in Gott. Deshalb kann Geistesfülle auch nur der haben, der im Bewusstsein von Gottes Gegenwart lebt. Wer das lebendige Bewusstsein von Gottes Gegenwart in verschiedenen Umständen verliert, der hat damit auch die Vollmacht verloren in dieser Situation geistlich zu handeln, denn andere Motivationen und Kräfte treten dann unbewusst an Gottes Stelle.

Sehen wir mal auf Elia, den vollmächtigen Propheten, der Zeichen und Wunder aus Gottes Kraft begleitete und ankündigte. Wie äußert sich seine Vollmacht?

In der gottlosen Zeit, die damals war, stellt er sich vor den gottlosesten König aller Zeiten und sagt: "So wahr der Herr, der Gott Israels lebt, vor dem ich stehe: es soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, es sei denn, ich sage es." (1Kö 17, 1) Elia hatte sich nicht von der gottlosen Gesellschaft beeinflussen lassen, sondern er stand unter dem heiligen Einfluss Gottes. Elia hatte aus der Gemeinschaft mit Gott die Kraft gegen Sünde vorzugehen und Gott als Gegenwärtigen zu bekennen!

Was war das Geheimnis dieser heiligen, unbeugsamen Vollmacht Elias? Elia sah nicht zuerst den gottlosesten Herrscher, sondern Gott den Herrn. Elia stand nicht zuerst vor dem Mann, der ihm was antun könnte, sondern Elia stand vor dem lebendigen, handelnden und gegenwärtigen Gott. Elia nahm Gott wahr. Elia hatte ein lebendiges Gottesbewusstsein.

Der gottlose König war mächtig!
Aber in der Hingabe an den
allmächtigen Gott war Elia
vollmächtig!

Weil Gottes Geist den Elia voll machen konnte hatte Elia echte Vollmacht, dem gottlosen König Gottes Meinung auszurichten.

Wir denken: Ach hätte ich solch ein Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein wie Elia, dann würde ich auch vor meine Mitmenschen treten können und ihnen Gottes Meinung sagen! Aber genau hier liegt der Fehler! Dein Selbstbewusstsein reduziert dich auf dich selbst! Dein Selbstvertrauen kann nur aus deinen begrenzten Möglichkeiten handeln. Was du brauchst ist ein Gottesbewusstsein und Gottvertrauen! Das ist der biblische Glaube: "Ich habe ein Bewusstsein von Gottes Gegenwart, ich glaube, dass er gegenwärtig ist und das tut, was er verheißen hat." Was würde sich denn alles in unserem Leben ändern, wenn wir wirklich glauben würden, dass Gott hier ist? In jeder Situation. Was würde sich alles ändern, wenn wir doch endlich glauben würden, dass Gott keine unserer Situationen egal ist, sondern dass er in jeder Situation eine Meinung hat und Kraft zum Handeln? Ein echter Glaube, eine ungetrübte Wahrnehmung Gottes, ein echtes Gottesbewusstsein würde uns in die angemessene Haltung Gott gegenüber heben, die es ihm ermöglicht, durch uns wirksam zu werden! Diese Haltung wäre Hingabe aus Vertrauen an Gott mit der Überzeugung, dass Gott an mir und durch mich kraftvoll handeln will. Nur in der Hingabe an den gegenwärtigen Gott können wir aus der Fülle des Geistes handeln. Nur in Vertrauen an den allmächtigen Gott kannst du aus Gottes Kraft und aus seinen Möglichkeiten schöpfen. Gott teilte dem Elija mit, dass er eine Dürre beabsichtigt, um das gottlose Volk zur Einsicht und Umkehr zu bewegen. Das richtete Elia aus. Er rechnete mit den Zusagen Gottes. Er vertraute dem lebendigen Gott, dass er tut, was er zu tun beabsichtigt.

Wie war Elia so vertraut mit Gott und seinen Absichten? War Elia ein Übermensch? Nein. Gott lässt uns ausrichten "Elija war ein schwacher Mensch wie wir… Elija hatte Sorgen, Probleme, innere Konflikte, Angst wie wir auch." Aber was war sein Geheimnis? "Elia war ein schwacher Mensch wie wir aber er betete ein Gebet…" Das Geheimnis war, das Elia betete. Ein Gebet genügt, wenn es wirklich ein Gebet ist! Gott ist ja gegenwärtig, aber echtes Gebet wendet sich dem gegenwärtigen Gott bewusst zu und gibt sich Gott hin! Neben vielen anderen Segen vertieft echtes Beten auch das Bewusstsein von Gottes Gegenwart! Echte Beter können es mit Elia bezeugen, dass ein Bewusstsein von Gottes Gegenwart in allen Situation und unter allen Umständen möglich und sogar notwendig ist! Nur hier ist die Vorraussetzung, dass wir aus Gottes Kraft, aus seinen Möglichkeiten seinen Willen verwirklichen. Doch vieles, was Beten genannt wird, ist keines. Man faltet vielleicht die Hände, aber man glaubt nicht, dass Gott anwesend ist. Wer aber Gott wahrnimmt, der reift an gesunder Gottesfurcht. Und wer vor dem lebendigen Gott kniet, der kniet nicht mehr vor Menschen. Wer eine angemessene Gottesfurcht hat, der fürchtet sich nicht mehr vor Menschen!

Hör auf, dir Selbstbewusstsein einreden zu lassen und verlass sich nicht auf dein Selbstvertrauen. Werde ein hingegebener Beter, der Gott und seine Gemeinschaft und seinen Willen sucht. Lebe im Bewusstsein von Gottes Gegenwart und lass so dein ganzes Leben von Gott durchdringen. Gottvertrauen aus dem Gottesbewusstsein ist der Schlüssel zu Vollmacht und gibt die Sicherheit und Überzeugung, um Gott freimütig zu bekennen.

Was tat die Urgemeinde als sie Verfolgung angedroht bekamen? Kamen sie zu Gott und jammerten ihm vor, dass ihre Häuser und Geschäfte und ihr Leben auf dem Spiel steht? Nein, sie lobten den gegenwärtigen Schöpfer, ließen sich von seinem Wort beeinflussen und hier floss die Geistesfülle. Sie schöpften aus seiner Gegenwart Kraft, um Gottes Willen zu tun. Sie baten um die Gabe, mit Freimut aufzutreten und sie baten Gott, ihr freimütiges Auftreten mit Zeichen und Wundern zu unterstreichen. "Und als sie gebetet hatten erbebte die Stätte, wo sie versammelt waren und sie wurden alle vom Heiligen Geist erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimut." (Apg 4, 31) Nichts von Gefühlsrausch, sondern hier ist die Rede von einer entschlossenen Einstellung, dem Wunsch zu einem entschlossenen Auftreten, einem freimütigen Bekennen. Die Stätte erbebte und Gottes Gegenwart durchbrach die Wand der Probleme und Drohungen und Entmutigung.

Lebst du im Bewusstsein von Gottes Gegenwart? Wenn du nicht ein ständiges Bewusstsein von Gottes Gegenwart hast, dann ist dein Glaube und dein Gebetsleben noch nicht tief genug, um die Fülle Gottes zu fassen, die er verheißen hat. Bist du bereit, ein Beter zu werden? Trete heraus aus dem Selbstvertrauen und dem Selbstbewusstsein. Lass die Selbstverwirklichung, die dich auf dich selber reduziert und lass dich vom Geist Gottes in die Gegenwart Gottes führen. Nur so kannst du Gottes Willen verwirklichen. Gebe dich Gott hin und bete so lange um Freimut zusammen mit deinen Mitchristen, bis ihr die Fülle des Geistes habt. Und glaubt nicht, dass ihr die Fülle des Geistes habt, bevor ihr nicht mit heiliger Entschlossenheit Jesus Christus als den gekreuzigten, auferstandenen und gegenwärtigen und ewigen Herrn bekennen wollt.